Graffiti ist nicht bloss eine Kunstform, es ist ein wichtiger Weg für Leute sich zu äussern. Ein Mittel wie die Leute ihre Missstände ausdrücken können. Ein weg wie die ungehörten gehört werden können.
Projekt von Paul Uhlmann
Artist Statement
In meiner künstlerischen Arbeit erforschte ich das Thema Graffiti und das damit zusammenhängende Netzwerk. Graffiti dient nicht nur als visuelles und ästhetisches Statement in urbanen Räumen, sondern auch als soziales Signal und Kommunikationsmittel. Graffiti agiert als Netzwerk zwischen Writer*innen und den Leuten, die damit konfrontiert werden. In meinem Projekt versuchte ich die profanen Kontakte mit dieser Kunstform nachzuahmen, um die Szenen in meinem Projekt möglichst realistisch zu gestalten. Zum einen verwendete ich abstrakte, erfundene Pseudonyme, wie man sie auch auf der Strasse antrifft, um das riesige und vor allem komplexe Netzwerk von Künstler*innen darzustellen. Zum anderen nutzte ich auch sozialkritische Ausdrücke wie “Privileg“ und setzte sie in einen Kontext mit dem Ort, das Gymnasium Rämibühl. Damit kritisiere ich die Tatsache, dass nicht jeder die Möglichkeit hat, so einen Weg zu gehen. Dies sollte als ein weiteres Netzwerk interpretiert werden, ein Netzwerk des Zusammenspiels von Kritik und dem Kritisiertem. Somit sollte mein Projekt eine Sozialkritische Aussage machen, aber auch einfach die Ästhetik der Graffiti und was sie bei einer farblosen Umgebung alles bewirken kann, darstellen. Das Thema Graffiti ist noch immer sehr umstritten, doch hat sich mit der Zeit von einer illegalen Ausdrucksform zu einem festen Bestandteil der Kunstgeschichte etabliert.







Prozessbeschreibung und Reflexion
Am Anfang des Projektes versuchte ich meine Arbeit in der Schule zu machen. Dies musste ich jedoch schnell wieder ändern, da der Platz nicht ausreichend war. Somit erledigte ich den Grossteil ausserhalb der Unterrichts Zeit. In der Schule schnitt ich mit Hilfe von Photoshop die Pieces aus und editierte sie möglichst realistisch auf die Fassaden des Rämibühls. Zunächst hatte ich beim Ausschneiden Schwierigkeiten da ich vorher noch nie mit Photoshop gearbeitet habe, doch mit hilfe von Tutorials schaffte ich dies auch. Während meiner Arbeit, versuchte ich möglichst viele Styles und Techniken zu verwenden, um das Gefühl es wären viele verschiedene Writer*innen gewesen, zu vermitteln. Bei den Styles tastete ich mich von Bubble, zu Blockschrift und versuchte sogar Wildstyle. Ich arbeitete mit verschiedenen Dosen wie highpressure und lowpressure Dosen. Auch mit unterschiedlichen Caps experimentierte ich sehr viel. Ausserdem versuchte ich neue Techniken zu etablieren, indem ich einen Tag machte und ihn zu einem Graffiti verwandelte.

